Bezugspflege/Cotherapie für Erwachsene (Curriculum)

Ziele der Weiterbildung

  • Verhaltenstherapeutische Basis- und psychotherapeutische Assistenz-Kompetenz
  • Kenntnis von Störungsbildern
  • Therapiemethoden
  • Interaktionelle Fertigkeiten

Weiterbildungsgang "Verhaltenstherapeutische Bezugspflege/ Cotherapie"

Was ist Cotherapie – Die Beziehungen der Cotherapie
Cotherapie in der Triade zwischen Patient und Therapeut

Rollen und Rollenkonflikte in der Triade: Cotherapie als Umsetzung therapeutischer Instruktionen; Cotherapie als Vermittler zwischen Therapeut und Patient; Cotherapie als Begleitung des Patienten in der Therapie; Konfliktformen der Triade (Triangulationen; Der Cotherapeut als Sandwich; Offene oder heimliche Parteinahmen versus Entwicklung der eigenen Autonomie mit eigenen persönlichen und fachlichen Ressourcen).

 

Cotherapie in der Dyade: Die Beziehung zum Patienten

Die Rolle des Cotherapeuten als Therapeut im Veränderungsprozess.

 

Wirkvariablen therapeutischer Beziehungen – z.B. Anpassung und Führung; Problemstrukturierung; Problem- und Zielanalyse in der therapeutischen Beziehung; Vermittlung von Zuversicht und Kontrollattribution.

 

Widerstand und Widerstandsanalyse, spezifische und unspezifische Wirkfaktoren der therapeutischen Beziehung (z.B. der Vermittlung plausibler Erklärungskonzepte für Störungen).

 

Grundvariablen therapeutischer Beziehungen (z.B.: nach Rogers: Wärme, Echtheit, Empathie).

Grundprinzipien der Gesprächsführung

I. Einführung und Training der klassischen Gesprächsvariablen nach Rogers (Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte; Vermittlung von Empathie; Echtheit und Klarheit).

 

II. Verhaltenstherapeutische Gesprächsprinzipien (Konkretheit; Zielorientierung; Formen der Gesprächsstrukturierung u.a.).

 

III. Training der genannten Variablen im Rollenspiel und Videofeedback.

Was ist Verhaltenstherapie?
VT als Denkansatz

Entwicklungsgeschichte der VT

Entwicklung der Lerntheorie – Grundaussagen der Lerntheorie

Grundannahmen der VT: Zielorientierung; Veränderungen in kleinen Schritten; Analyse des individuellen Verhaltens; Störungen und Krankheiten als gelerntes und verlernbares Verhalten.

Ursprüngliche Ablehnung und spätere Wiedereinführung von Kognitionen in den therapeutischen Prozess: Kognitive Wende.

Grundmerkmale kognitiver Verhaltenstherapie.

Neuere Entwicklungen in der Verhaltenstherapie (z.B. Integration systemischer Perspektiven; Neue Formen der Gruppentherapie; Psychoedukative Verfahren, Integration von Hypnose usw.)

 

Was tun Verhaltenstherapeuten?

Grundformen der Interventionen:

Respondente Verfahren

Operante Verfahren

Modell-Lernen

Grundformen kognitiver Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapeutische Modelle des Veränderungsprozesses (z.B. 7-Stufenmodell von Kanfer).

Prinzipien verhaltenstherapeutischer Gruppentherapie: Instrumentelle Gruppenbedingungen und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung (Kohäsion; Arbeitshaltung; Vertrauen).

 

Was behandelt VT?
Krankheitsbilder – Erklärungsansätze – Behandlung

Dargestellt wird für jedes der folgenden Krankheitsbilder:

a) Phänomenologie

b) Erklärungsmodelle der Entwicklung der Störung

c) Erklärungsmodelle der Aufrechterhaltung der Störung

d) Verhaltenstherapeutische Behandlungsformen der jeweiligen Krankheit

Behandelte Krankheitsbilder:

1) Ängste/Phobien/Zwänge (Agoraphobie, Panikattacken, cardiovaskuläres angstbesetztes Syndrom; diverse Formen von Zwangserkrankungen wie Kontrollzwang, Waschzwang, Grübelzwang)

2) Depression

3) Psychosomatische und funktionelle Störungen

4) Abhängigkeiten (Schwerpunkt stoffbezogene Abhängigkeit sowie stoffungebundene Süchte und pathologisches Spielen)

5) Psychotische Erkrankungen

6) Persönlichkeitsstörungen

7) Ess-Störungen (Bulimie, Anorexie)

8) Partnerstörungen

9) Bei Bedarf der Teilnehmer ggf. andere Störungen

ZIELE DER WEITERBILDUNG

  • Verhaltenstherapeutische Basis- und psychotherapeutische Assistenz-Kompetenz
  • Kenntnis von Störungsbildern
  • Therapiemethoden
  • Interaktionelle Fertigkeiten

INHALTE DER WEITERBILDUNG

  • Störungs- und Krankheitsbilder bei der Behandlung von Erwachsenen, wie z. B. Somatoforme Störungen, Suchtstörungen, Ängste, Zwänge, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Depressionen
  • DBT (Dialektisch-Behaviorale-Therapie) bei Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörungen
  • Grundlagen der Verhaltenstherapie
  • Verhaltenstherapeutische Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung
    VT-Techniken (Krisenintervention, stützendes Gespräch, Konfrontation und Provokation, Durchführung von Expositionsmaßnahmen)
  • Entspannungstraining, Gruppentherapie und Gruppenführung
  • Schematherapie
  • Traumatherapie

FALLARBEIT

In diesen Einheiten haben die Teilnehmer die Möglichkeit, schwierige Situationen in der direkten Interaktion mit dem Patienten oder in der Triade zwischen Patient und Therapeut vorzustellen und mit der Gruppe und dem Leiter der Veranstaltung im Hinblick auf folgende Aspekte zu erörtern:

  • Entstehung der Schwierigkeiten.
  • Grundmuster der jeweiligen problematischen Beziehung.
  • Reflexion des Eigenanteiles an der Entstehung der problematischen Situation.
  • Entwicklung von interaktiven oder technikorientierten Lösungen.

SELBSTERFAHRUNG

Diese Einheit orientiert sich selbstverständlich am Prozess der Ausbildungsgruppe. Bestandteile eines solchen Prozesses sind unabhängig von ihrer zeitlichen Reihenfolge:

  • Bildung der Gruppe und der Gruppenrollen – Reflexionen dieses Prozesses.
  • Analyse der und Verständnis für die Wahl des cotherapeutischen Berufes.
  • Psychohygienische Maßnahmen zur Verhinderung von Burnout.
  • Umgang mit Widerstand.
  • Die Beziehung zum Therapeuten: Unterwürfigkeit? Konkurrenz? Gegenseitiger Respekt? Förderung von Selbstverantwortung und Autonomie bei Cotherapeuten.
  •  Bevorzugte und vermiedene Rollen in Einzelkontakten, in der Triade und in Gruppen.
  • Macht und Ohnmacht: Von den Möglichkeiten und den Grenzen cotherapeutischer Arbeit.
  • z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Ergotherapeut/-in, Altenpfleger/-in, Arzthelferin/Medizinische Fachangestellte oder in anderen Pflegeberufen bzw. medizinisch therapeutischen Assistenzberufen tätig und wollen sich für den psychotherapeutischen Bereich weiterqualifizieren oder mit der Weiterbildung zum/zur Cotherapeut/in ein neues Feld beschreiten.
  • bereits cotherapeutisch tätig und wollen Ihre Kenntnisse vertiefen und durch ein Zertifikat bestätigen lassen.
  • bisher noch nicht im pflegerischen Bereich tätig und wollen sich mit der Weiterbildung zum/zur Cotherapeut/-in neu orientieren.
  • Ergotherapeut/-in

Die Gebühren richten sich nach der jeweils gültigen Gebührenordnung. Nach der aktuellen Gebührenordnung setzen sich die Gebühren wie folgt zusammen:

– Wir akzeptieren Prämiengutscheine –

Die Gebühren sind wie folgt zahlbar:

Die einmalige Bearbeitungsgebühr wird fällig bei Vertragsgegenzeichnung durch das IFKV. Die Veranstaltungsgebühren sind jeweils vor den einzelnen Veranstaltungsblöcken zahlbar, d. h. in 11 Ratenzahlungen. Andere Zahlungsweisen sind möglich.

Die Dauer der Weiterbildung umfasst ca. 2 Jahre. Sie findet in Form von Blockseminaren
statt. Über eine eventuelle Anerkennung von Veranstaltungen, die nicht im Rahmen der
IFKV-Weiterbildung absolviert wurden, entscheidet auf Antrag der Weiterbildungsausschuss
des IFKV. Der Abschluss der Weiterbildung wird durch die Prüfungsordnung festgelegt

Prüfungs- und Weiterbildungsordnung

Hier können Sie unsere

 Weiterbildungsordnung herunterladen.

Gasthörer

An den Veranstaltungen können auch Interessierte der genannten Berufsgruppen oder auf entsprechenden Antrag Angehörige anderer Berufsgruppen als Gasthörer teilnehmen. Anfallende Gebühren sind vor Teilnahme zu entrichten. Die Teilnahme wird vom Institut bestätigt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Anmeldung & Bewerbung

Ausbildungsbeginn

Voraussichtlicher Beginn im Frühjahr 2022.

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