Schematherapie Erwachsene

Die von Jeffrey E. Young entwickelte Schematherapie ist eine Weiterentwicklung kognitiv behavioraler Therapie und ein integrativer Ansatz zur Erklärung und Behandlung chronischer und schwer behandelbarer Störungsbilder mit Ursprüngen in Kindheit und Jugend.

Schematherapie verbindet behaviorale, kognitive und erlebnisaktivierende Techniken und Methoden.

Schematherapie hat sich nicht nur als theoretischer Rahmen für Psychotherapie erwiesen. Überzeugende Belege erweisen ihre Indikation und Überlegenheit bei der ambulanten Behandlung von Borderline Patienten.

Einschlägige Behandlungsbereiche über die Berücksichtigung der Schemaanalyse bei Achse I Störungen hinaus sind Narzisstische, Histrionische und Antisoziale Persönlichkeitsakzentuierungen.

Die sieben Säulen der Schematherapie, die auch Gegenstand der Workshops sind:

  1. die Analyse früh erworbener hinderlicher Selbst- und Beziehungsschemata
  2. die Vorgänge der Erhaltung dieser Schemata
  3. Klärung der Ursprünge der Schemata – Deprivation und Frustration von Kernbedürfnissen
  4. die Differenzierung von momentanen Gesamtzuständen – der Modusansatz
  5. die schemaorientierte Gestaltung der therapeutischen Beziehung
  6. Abbau der schemaerhaltenden Verhaltensmuster
  7. Schemaheilung und Integration der Modi mit Stärkung erwachsener und erfüllter Anteile der Person

Inhalte der ISST-Richtlinien zusammengefasst in Module

(die Zahlen in Klammern sind die Inhalte der Guidelines auf der ISST-Webseite)

Modul 1 (Einführung in die ST) (1.1; 2)

  • Schemas, Coping Styles, and Modes: Defined and Differentiated
  • Psycho-education about needs and rights of children
  • Assessment: including interviews, imagery, and inventories
  • Temperamental Factors
  • Cognitive Strategies, Behavioral Strategies, and Homework
  • Limited Re-Parenting

Modul 2 (Kognitive Strategien und Einleitung von Verhaltensänderungen) (3.1; 3.4)

  • Flashcards
  • Diaries
  • Dealing with homework assignments and behavior change

Modul 3 (Imaginative Techniken) (3.2)

  • Linking Schemas with Early Childhood Experiences
  • Use of Imagery rescripting,

Modul 4 (Modusmodell und Stühledialoge) (3.3)

  • Schema Change: including Schema Dialogues, Emotion-Focused Chair Work

Modul 5 (Therapeutische Beziehung und schwierige Therapiesituationen) (2; 4.1)

  • Therapy Relationship Work (including the appropriate use of self-disclosure
  • Schema Mode Work with BPD and NPD and detached protector modes
  • Limited Re-Parenting, Empathic Confrontation, Limit-Setting, Confronting Maladaptive Coping Modes and Punitive and Demanding Parent Modes
  • Therapists Schemas: Dealing with obstacles in treatment when therapists’ schemas become activated with certain types of patients.
  • Appropriate use of self-disclosure
  • Role-Plays

Modul 6 (Fallkonzeption und Behandlungsplanung) (1.2)

  • Conceptualizing a Case in Schema Terms
  • Treatment Formulation – Clarifying Goals & Needs in Schema TermsModul 7 (zusätzliche optionale Inhalte)
  • Schema Therapy for Couples
  • Schema Therapy in groups
  • Schema Therapy with other Axis-I-Disorders (Addiction, Eating Disorders, PTBS, OCD…)

Modul 7 (zusätzliche optionale Inhalte)

  • Schema Therapy for Couples
  • Schema Therapy in groups
  • Schema Therapy with other Axis-I-Disorders (Addiction, Eating Disorders, PTBS, OCD…)

Das IFKV bietet in Kooperation mit dem Institut für Schematherapie Frankfurt (IST-F) und den weiteren genannten Referenten eine Schematherapie-Weiterbildung an. Das Angebot richtet sich an approbierte Psychotherapeuten (Psychologische Psychotherapeuten) und an psychotherapeutisch tätige Ärzte mit Approbation und abgeschlossener Psychotherapie-Weiterbildung, vorzugsweise im Verfahren Verhaltenstherapie. In der Psychotherapieausbildung oder in der ärztlichen Psychotherapie-Weiterbildung weit fortgeschrittene Teilnehmer können an den Workshops und Seminaren auf Antrag und gegen Nachweis teilnehmen, wenn Sie die Theorie- Aus- oder Weiterbildung in Psychotherapie abgeschlossen haben und über Behandlungserfahrung verfügen. Die Zertifizierung nach ISST-Richtlinien kann erst nach Approbation erworben werden.

Informationen zur Zertifizierung sowie folgende Materialien

  • ISST-Kriterien
  • Inhalt Pflichtmodule
  • Umrechnungstabelle Gruppen-SV
  • Fallkonzeption
  • Videoband-Kriterien
  • Kompetenzskala
  • Zertifizierungsantrag
  • Ablauf der Antragstellung
  • Bescheinigung Einzelmodule

finden Sie auf der Seite des Instituts für Schematherapie Frankfurt (IST-F).

Hinweis: Die Buchung der Pflichtmodule ST2 und ST3 setzt ST1 voraus. Bitte legen Sie Ihrer Anmeldung den entsprechenden Nachweis bei. ST2 und ST3 sind nur zusammenhängend buchbar. Die Buchung der Wahlmodule setzt die Absolvierung der Pflichtmodule voraus.

Pflichtmodule

Die ISST-Richtlinien (International Society of Schema Therapy) fordern 40 Zeitstunden (entspricht 54 Unterrichtseinheiten) und 20 (Standard) bzw. 40 Stunden (Advanced) Einzelsupervisionsäquivalente. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Curriculum.

Die 5 Pflichtmodule ST 1 – 5 decken alle geforderten Inhalte des Curriculums nach den ISST-Richtlinien ab. Zusätzlich zu den Pflichtmodulen, die für die Zertifizierung ausreichen, bietet das IFKV auch in 2021/2022 Wahlmodule an.

ST 1 – Einführung in die Schematherapie
Das Modell der früh erworbenen hinderlichen Schemata: Entstehung und Aufrechterhaltung hinderlicher Schemata mit Einführung in das weiterführende Modusmodell.

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ST 2 – Imagination und Schema-Memo
Übungen zum Schemamodell: Edukation, Imagination, Beobachten und Aufzeichnen, Schemadialoge, Schemamemos, Erstellen von Schema-Fallkonzeptionen.

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ST 3 – Modusarbeit und Stuhldialoge
Das Modusmodell mit Übungen zur Einführung des Modusmodells in der Therapie, zur Beobachtung und zur Durchführung von Modusdialogen.

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ST 4 – Fallkonzeption und Behandlungsplanung

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ST 5 – Arbeit mit der therapeutischen Beziehung – Umgang mit schwierigen Therapiesituationen

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„Vertiefungs- und Übungsworkshop: Anwenden von Imagination und Stuhldialogen in der Schematherapie“

Vorausgesetzt werden Vorkennntnisse in der Schematherapie (mindestens ST 1 – 3).

In diesem Workshop steht die praktische Anwendung emotionsaktivierender schematherapeutischer Methoden im Fokus: die Teilnehmer*innen werden angeleitet, eventuelle innere Hürden zu überwinden und diese für die Schematherapie so zentralen Techniken bei ihren Patient*innen noch mehr einzusetzen.

In Rollenspielen im Plenum und in Kleingruppen sollen Imagination und Stuhldialoge geübt (und auch selbst erfahren) werden, dabei sollen häufig auftretende Schwierigkeiten an Fallbeispielen konkretisiert und mögliche Lösungen demonstriert bzw. erarbeitet werden.

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(Einzel-Selbsterfahrung in der Gruppe),
2 UE pro Teilnehmer, max. 6 Teilnehmer. Die Teilnahme an der SE bietet einen guten Einstieg in das schematherapeutische Vorgehen durch die Analyse der eigenen Schemata und deren Aktivierung „am eigenen Leib“. Zudem besteht die Gelegenheit, den Leiter als Modell bei der Arbeit mit den anderen Teilnehmern zu erleben. Selbsterfahrung ist in den ISST-Richtlinien nicht obligat, wird aber empfohlen und am IFKV angeboten. Bis zu drei Stunden SE (für die Standard Zertifizierung) bzw. bis zu sechs Stunden SE (für die Advanced Zertifizierung) können auf die Supervision angerechnet werden.“

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Zur Zertifizierung sind 20 (standard) bzw. 40 (advanced) Einzelsupervisionsäquivalente notwendig. Das IFKV bietet regelmäßig Supervisionstage für Schematherapie bei Erwachsenen sowie für Schematherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern an. Interessenten für Einzel- bzw. Kleingruppensupervision wenden sich bitte direkt an die SupervisorInnen. Interessenten an Supervisionen in Bad Dürkheim wenden sich bitte direkt an uns. Für die Supervision  können 2 SV-Einzelstundenäquivalente angerechnet werden.

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Nach Erhalt der definitiven Anmeldebestätigung kann ein Rücktritt nur erfolgen, wenn ein Teilnehmer über die Warteliste nachrückt. In diesem Fall sind 20 % Bearbeitungsgebühr fällig. Wenn der Platz nicht über die Warteliste nachbesetzt werden kann, ist bei einem Rücktritt die vollständige Gebühr des Workshops/der Workshops zu zahlen.

Anmeldung & Bewerbung

Anmeldung

Seminarort:

IFKV Bad Dürkheim

Anmeldung:

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und schriftlich bestätigt. Mit der Bestätigung erhalten Sie die Rechnungsstellung und weitere Informationen. Die Workshops finden bei einer Mindestanzahl von 12 Teilnehmern statt. 

Informationen

Alle Schematherapie-Weiterbildungen in Präsenzform werden bei der LandesPsychotherapeutenKammer (LPK) Rheinland-Pfalz und der Bezirksärztekammer Pfalz zur Zertifizierung angemeldet.

Alle Schematherapie-Weiterbildungen in Onlineform werden nur bei der LandesPsychotherapeutenKammer (LPK) Rheinland-Pfalz angemeldet.

Hinweise

Die Buchung der Pflichtmodule ST2 und ST3 setzt ST1 voraus. Bitte legen Sie Ihrer Anmeldung den entsprechenden Nachweis bei. ST2 und ST3 sind nur zusammenhängend buchbar. Die Buchung der Wahlmodule setzt die Absolvierung der Pflichtmodule voraus.

Rücktritt

Nach Erhalt der definitiven Anmeldebestätigung kann ein Rücktritt nur erfolgen, wenn ein Teilnehmer über die Warteliste nachrückt. In diesem Fall sind 20 % Bearbeitungsgebühr fällig. Wenn der Platz nicht über die Warteliste nachbesetzt werden kann, ist bei einem Rücktritt die vollständige Gebühr des Workshops/der Workshops zu zahlen.

Training Director

Simone Schubert Dipl.-Psych.


Psychologische Psychotherapeutin (VT)
Zertifizierte Schematherapeutin
(Advanced, Trainer & Supervisor ISST Certification)

Referenten & Schematherapie-Supervisoren

Dr. Christina Archonti

Psychologische Psychotherapeutin. Studium der Psychologie in Saarbrücken. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medizinischen und Klinischen Psychologie der Universität des Saarlandes 1998-2004, Promotion 2004, Klinische Tätigkeit am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim 2004-2008, Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin mit Approbation 2007, Supervisorin in Verhaltenstherapie seit 2012, Zertifizierung zur Schematherapeutin, Supervisorin und Trainerin in Schematherapie durch die ISST 2012. Seit 2008 niedergelassen in freier Praxis in Maintal und Frankfurt am Main.

 

Uwe Benker, Dipl.-Psych.

Psychologischer Psychotherapeut (VT). Zertifizierter Schematherapeut (ISST).
Jahrgang 1973, 3 Kinder.
Zertifizierung zum Schematherapeutischen Supervisor / Trainer (ISST) 2016.

 

 

Weiterbildungen und berufliche Interessen:

Schematherapie, erlebnisorientierte Methoden, Hypnosysthemische Therapie (MEG), Focusing, Körpertherapie, IRRT nach Smucker, ACT.

Gründung der Gemeinschaftspraxis als Partnerschaftsgesellschaft mit dem Kollegen Herrn Dr. Widlak zum 1.10.2009. Alleinige Praxisübernahme im Januar 2015.

Abschluss der Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (Verhaltenstherapie) – Approbation im April 2009.

Zehnjährige Berufstätigkeit in verschiedenen Kliniken sowie in der Wirtschaft als Trainer und Berater.

 

Simone Schubert, Dipl.-Psych.

Psychologische Psychotherapeutin, Studium der Psychologie an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Heidelberg. Approbation als Verhaltenstherapeutin für Erwachsene 2007. Seit 2008 in eigener Praxis in Heidelberg tätig. Zertifizierung als Schematherapeutin/ schematherapeutische Trainerin & Supervisorin durch die ISST 2014. Dozentin für Klinische Psychologie sowie in der Fort-/Weiterbildung Verhaltenstherapie und Schematherapie.

Dr. med. Katharina Schmidt

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Simone Schubert, Dipl.-Psych.
Psychologische Psychotherapeutin (VT)
Zertifizierte Schematherapeutin (Advanced, Trainer & Supervisor ISST Certification)

Rohrbacherstr. 72
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 9986742
E-Mail: Homepage: www.verhaltenstherapie-schubert.de

Catalina Valencia-Teubner, Dipl.-Psych.
Psychologische Psychotherapeutin (VT)
Zertifizierte Schematherapeutin (Advanced, Trainer & Supervisor ISST Certification)
Psychotherapeutische Praxis
Dipl.-Psych. C. Valencia-Teubner

Rützhaubstr. 5
67346 Speyer
Tel.: 06232 620759
E-Mail: 

Uwe Benker, Dipl.-Psych.
Psychologischer Psychotherapeut (VT)
Zertifizierter Schematherapeut (Advanced, Trainer & Supervisor ISST Certification)

Moltkestr. 14
76829 Landau
Tel.: 06341 141177
E-Mail: 
Homepage: www.therapie-benker.de

Maria Gerwing, Dipl.-Psych.
Psychologische Psychotherapeutin (VT)
Zertifizierte Schematherapeutin (Advanced, Trainer & Supervisor ISST Certification)

Römerstr. 47
68623 Lampertheim
Tel.: 06206 9090379
E-Mail:
Homepage: www.psychotherapeutin-gerwing.de

Organisation/ Ansprechpartnerin