Schematherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern

Das am IFKV in Bad Dürkheim angebotene Curriculum 2018/2019 für Schematherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern (ST-KJ) umfasst vier Workshops mit jeweils 16 Unterrichtseinheiten, in denen die Grundkenntnisse und Fertigkeiten des schematherapeutischen Behandlungsansatzes theoretisch und mittels zahlreicher Übungseinheiten vermittelt werden. Dieses Angebot wird durch Einzel- und Gruppenselbsterfahrung, Einzel- und Gruppensupervision sowie Vertiefungsseminare ergänzt.

Training Directors

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<h4>Dr. phil. Leokadia Brüderl<br />Dipl.-Psych.

Dr. phil. Leokadia Brüderl
Dipl.-Psych.

PP, KJP, VT, Dozentin, Supervisorin, Selbsterfahrungsleiterin,
Advanced-zertifizierte Schematherapeutin (ISST) für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

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<h4>Christian Ferreira de Vasconcellos<br />Dipl.-Psych.

Christian Ferreira de Vasconcellos
Dipl.-Psych.

PP mit Zusatzqualifikation Kinder/Jugendliche, VT, Dozent, Supervisor, Selbsterfahrungsleiter, Advanced-zertifizierter Schematherapeut (ISST) für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

Organisation/ Ansprechpartnerin

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<h4>Laura Batke

Laura Batke

Institutssekretariat/
Öffentlichkeitsarbeit

Curriculum Schematherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern

Schematherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern (ST-KJ) wird als Erweiterung der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen innerhalb der dritten Welle der VT verortet.

Das schematherapeutische Behandlungskonzept verbindet dabei strukturiertes, zielorientiertes KVT-Vorgehen mit grundlegenden Facetten anderer Therapieschulen (z. B. aus psychodynamischen, humanistischen, erfahrungsorientierten, transaktionsanalytischen Verfahren, aus Bindungstheorie, Teile-Ansätzen, Gestalt- und hypnotherapeutischen Elementen).

Es wird davon ausgegangen, dass sich in frühen Beziehungserfahrungen Muster des Erlebens herausbilden. Bei traumatisierenden Erlebnissen, bei anhaltender Frustration oder Deprivation seelischer Grundbedürfnisse eines Kindes entwickeln sich maladaptive Schemata, die in starkem Maße das aktuelle Erleben des Kindes, Jugendlichen und Erwachsenen beeinflussen und sich in bestimmten aktuellen Zuständen (Modi) abbildet. Die sich daraus entwickelnden Automatismen sind häufig einer adaptiven Regulation (Clever-Modus) nicht zugänglich. Die Basis der schematherapeutischen Behandlung bildet eine besondere schematherapeutische Beziehungsgestaltung. (begrenzte Nachbeelterung, empathische Konfrontation).

Neben verhaltenstherapeutischen Behandlungsverfahren kommen besonders emotions- und erfahrungsorientierte Interventionen mit flexiblem Einsatz von altersgerechten Materialen bezogen auf ein individuelles Fallkonzept zum Einsatz und eröffnen neue Erfahrungsräume für das Kind, den Jugendlichen und deren Bezugspersonen. Dabei gilt es die Ressourcen des Kindes zu stärken, seine Bedürftigkeit bzw. Verletzlichkeit zu validieren, frustrierte seelische Grundbedürfnisse in einer begrenzten Nachbeelterung zu bearbeiten, maladaptive Schemata / Modi aufzudecken und zu modifizieren, inadäquate, altersunangemessene fordernde und strafende Anteile bedeutsamer Bezugspersonen zu demaskieren und zu begrenzen und die Selbstregulation des Kindes (Clever-Modus) herauszuarbeiten und zu stärken.

Das schematherapeutische Behandlungskonzept beinhaltet zudem eine intensive altersgerechte Psychoedukation sowie ein engmaschiges Bezugspersonencoaching.

Zulassung/Zielgruppe

Zielgruppe/Zulassung

Das Angebot richtet sich an approbierte PsychotherapeutInnen (Psychologische PsychotherapeutInnen mit Zusatzqualifikation im Kinderbereich und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen) und an psychotherapeutisch tätige ÄrztInnen mit Appro-bation und abgeschlossener Psychotherapie-Weiterbildung im Kinderbereich. Teilnehmen können auch KollegInnen der genannten Berufsgruppen in fortgeschrittener Ausbildung. Die Teilnahme von KollegInnen anderer (akademischer) Berufsgruppen mit psychotherapeutisch-klinischer Erfahrung in der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen an den Kursen ist in Ausnahmefällen möglich. Das IFKV als Veranstalter kann dies auf Nachfrage im Einzelfall entscheiden. Eine Aufnahmeverpflichtung besteht nicht. Beachten Sie bitte, dass derzeit eine abgeschlossene psychotherapeutische Aus- bzw. Weiterbildung Voraussetzung für die Standard- oder Advanced-Zertifizierung ist (gem. ISST-Richtlinien).

Teilnahmevoraussetzungen

Teilnahmevoraussetzungen

Für den Besuch der Basisworkshops 2, 3 und 4 sowie für den Besuch von Vertiefungsworkshops ist der Nachweis einer Teilnahme an einem Einführungsworkshop 1 oder einer anderen Einführung in die Schematherapie erforderlich, die im Einzelfall zu prüfen ist.

Pflichtmodule

ST-KJ-WS 1:
Einführung in die Schematherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern

Im Einführungsworkshop werden zunächst Basisinformationen und Kernelemente zum schematherapeutischen Störungsmodell mit Einordnung in einen verhaltenstherapeutischen Behandlungsrahmen vermittelt. Entstehung und Aufrechterhaltung maladaptiver Erlebensmuster (Schemata) werden auf der Grundlage von entwicklungspsychologischem Wissen in verschiedenen Altersphasen aufgezeigt. Die zentrale Bedeutung der adäquaten Erfüllung bzw. Frustration oder anhaltenden Deprivation seelischer Grundbedürfnisse sowie einem grundlegenden Mangel an Konsistenz vor dem Hintergrund entwicklungspsychologischer Anforderungen und Entwicklungsaufgaben bilden Ausgangspunkte für die Erarbeitung und Übertragung der 18 von Jeffrey Young beschriebenen Schemata und deren Bewältigungsmöglichkeiten (Erdulden, Vermeiden, Kompensieren) auf den Kinder- und Jugendlichenbereich. Altersbezogene Schutz-, Risiko- und Temperamentsfaktoren finden dabei ebenso Berücksichtigung wie die Strukturiertheit der Bezugspersonen. Schemamodi im Kindes- und Jugendalter werden dargestellt.

Techniken einer multimodalen Diagnostik mittels Explorationen, Fragebogen, Imaginationen, Zeichnungen und Bildmaterial, Hand- und Fingerpuppen mit dem Ziel einer individuellen schematherapeutischen Fallkonzeptionserarbeitung werden erörtert.

Die besondere Beziehungsgestaltung zum Kind, Jugendlichen und zu seinen Bezugspersonen (begrenzte Nachbeelterung), der achtsame Einsatz von empathischer Konfrontation auf der Basis einer vorangehenden intensiven Ressourcenstärkung und die Merkmale der kindgerechten sowie bezugspersonenspezifischen Psychoedukation bilden weitere Kernelemente der Einführungsveranstaltung.

Zudem werden schematherapeutische Interventionsmöglichkeiten durch direkte Veranschaulichung in Übungssequenzen sowie durch Bild- und Videomaterial erfahrbar gemacht (z.B. Arbeit mit Zeichnungen, Bildern, Modus-  und Memokarten, mit Geschichten, mit Biege-, Finger- und Handpuppen, Tieren, Schlümpfen, mit modusbezogenen Kinderbüchern, mit Stammgeschichten, Arbeit am „Inneren Haus“, Stuhlarbeit, Imagination). Hierbei wird stets die Verknüpfung von altersangemessenen kognitiven, emotionsbezogenen, erlebnisaktivierenden und handlungsorientierten Interventionen angestrebt. Der Einsatz von Arbeitsblättern, Schemamemos und Hausaufgaben wird aufgezeigt.

Die besondere Form der schematherapeutischen Arbeit mit Bezugspersonen bzw. Eltern wird anhand verschiedener Elemente des Elterncoachings, der konkreten Arbeit mit den Eltern an ihren eigenen Schemata und Modi sowie der Anleitung von Eltern im Umgang mit dysfunktionalen Modi ihrer Kinder bzw. Jugendlichen im Überblick verdeutlicht.

  • Einordnung der Schematherapie in einen verhaltenstherapeutischen Behandlungskontext
  • Kernelemente der Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen
  • Bedürfnismodell, Entwicklungsaufgaben, Risiko- und Schutzfaktoren, Temperament
  • Entstehung von maladaptiven Erlebensmuster (Schemata)
  • Indikation / Kontraindikation für Schematherapie
  • besondere Beziehungsgestaltung (begrenzte Nachbeelterung, empathische Konfrontation)
  • Schema-/Modusmodell
  • multimodale Diagnostik von Schemata / Modi
  • schematherapeutische Interventionsmöglichkeiten mit altersangemessenem Material

Einführung in die Grundlagen des schematherapeutischen Bezugspersonencoachings (Moduskonstellationen / Moduszirkel bei Bezugspersonen, Erkundung der Schemata / Modi der Bezugspersonen, Anleitung von Bezugspersonen im Umgang mit maladaptiven Schemata / Modi des Kindes)

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ST-KJ-WS 2:
Vertiefung 1: Schema- und Modusarbeit mit Kindern und Jugendlichen

Dieser Workshop setzt den Einführungsworkshop voraus und baut auf diesem auf. Erste Erfahrung mit dem schematherapeutischen Ansatz werden zunächst ausgetauscht. Danach werden mit praktischen Übungen verschiedene, altersbezogene schematherapeutische Interventionsmöglichkeiten intensiv vertieft. Altersangemessene Ressourcenstärkung, Erarbeitung von Schemata / Modi, Psychoedukation des Schema- / Modusmodells werden ebenso geübt wie die besondere schematherapeutische Beziehungsgestaltung mit Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen.

  • altersorientierte Ressourcenstärkung
  • Erarbeitung von Schemata / Modi
  • Modusmodellerstellung mittels Zeichnungen oder Finger- / Handpuppen
  • altersangemessene schematherapeutische Psychoedukation
  • schematherapeutische Beziehungsgestaltung (begrenzte Nachbeelterung) mit Aspekten der seelischen Grundbedürfniserfüllung
  • Besonderheiten bei der Modusarbeit bei Kleinkindern und Jugendlichen
  • Modusarbeit mit verschiedenen Materialien
  • Erstellen von Modus-Memos und deren Einsatz im Verlauf der Schematherapie
  • schematherapeutische Arbeit mit Stuhldialogen

Modusarbeit mittels Imaginationen (Reise zum Clever-Modus, Imaginationen mit Überschreibung)


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ST-KJ-WS 3:
Vertiefung 2: Schematherapeutische Arbeit mit Eltern und bedeutsamen  Bezugspersonen

Dieser Workshop baut auf dem Einführungsworkshop (WS 1) auf. Ziel dieses Workshops ist es, die schematherapeutische Arbeit mit Eltern bzw. Bezugspersonen zu vertiefen. Nach der vertieften Reflexion der besonderen schematherapeutischen Beziehungsgestaltung mit den Bezugspersonen des Kindes werden in einer systemischen Betrachtungsweise mit den Eltern deren eigene Ressourcen, Schemata und Modi erarbeitet. Der Umgang mit eigenen seelischen Grundbedürfnissen und denen des Kindes wird analysiert. Transgenerative maladaptive Schemata auf dem Hintergrund der Familienstrukturen, dysfunktionale Modus-Konstellationen zwischen Bezugspersonen und Kind sowie zwischen den Bezugspersonen selbst (z.B. Mutter – Vater), Modus-Zirkel, schematherapeutisch relevante Teufelskreise in der Erziehung, Aspekte der Funktionalität der Symptomatik des Kindes gehen in die Erarbeitung der systemisch schematherapeutischen Störungsmodelle und familiären Modusmodelle ein. Anregungen für erste Korrekturmöglichkeiten elterlicher Schemata und Modi fließen in die elterliche Modusarbeit mit verschiedenen Materialien ein und werden in Kleingruppen geübt. Stuhldialoge, imaginatives Überschreiben und der Umgang mit Modus-Memokarten für Bezugspersonen sowie Anleitungen der Eltern im Umgang mit den Schemata und Modi ihrer Kinder finden in diesem WS Vertiefung.

  • Bedeutung der schematherapeutischen Bezugspersonenarbeit (Indikation, Ziele)
  • Erarbeitung elterlicher Ressourcen sowie eigener maladaptiver Schemata und Modi
  • Umgang mit seelischen Grundbedürfnissen vor dem Hintergrund der jeweiligen Familienstrukturen und transgenerativen Schemata
  • Erstellen von elterlichen Moduslandschaften
  • schematherapeutische Psychoedukation der Bezugspersonen
  • Herausarbeiten von erzieherischen Teufelskreisen, typischen dysfunktionalen Modus-Konstellationen zwischen Bezugsperson und Kind, aber auch unter den Bezugspersonen, Modus-Zirkel
  • erste Korrekturmöglichkeiten von elterlichen maladaptiven Schemata und Modi
  • Modusarbeit mittels Modus-Zeichnungen, Finger- / Handpuppen und anderen Materialien, Stuhldialogen, Imaginationen und Modus-Memokarten
  • Anleitung im Umgang der Bezugspersonen mit dysfunktionalen Modi des Kindes


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ST-KJ-WS 4:
Vertiefung 3: Schematherapeutische Fallkonzeptualisierung und Ableitung des Behandlungsplanes 

Aufbauend auf die ersten drei Workshops des Curriculums werden im WS 4 die Erstellung des schematherapeutischen Fallkonzeptes und die darauf bezogene Behandlungsplanung anhand eigener Fallvignetten geübt. Es erfolgt eine Stärkung im Umgang mit schwierigen Therapiesituationen in angeleiteten Kleingruppen mit entsprechenden schematherapeutischen Interventionstechniken. Spezielle schematherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten (Arbeit am „Inneren Haus“, modusorientierte Spieltherapie) können nach kurzer Einführung selbst ausprobiert werden. Schematherapeutische Aspekte bei der Berichterstellung zur Kostenübernahme an den Gutachter sowie Besonderheiten bei schematherapeutischer Supervision, Selbsterfahrung und ISST-Zertifizierung bilden den Abschluss des WS.

  • Erläuterung des prinzipiellen Vorgehens zur schematherapeutischen Fallkonzeption
  • Erstellen eines schematherapeutischen Störungsmodells (Fallkonzeptualisierung) bei einem vom WS-Teilnehmer eingebrachten Fall
  • Üben der schematherapeutischen Behandlungsplanung auf der Basis von erarbeiteten Fallkonzeptionen
  • Arbeit am „Inneren Haus“
  • modusorientierte Spieltherapie mit jüngeren Kindern
  • Anleitung zur Antragstellung zur Kostenübernahme mit schematherapeutischer Akzentuierung
  • Besonderheiten bei Supervision, Selbsterfahrung und ISST-Zertifizierung

Literaturempfehlungen

Brüderl, L., Riessen, I, & Zens, C. (2015). Selbsterfahrung. Therapie-Tools. Weinheim: Beltz.

Jacob, G. &  Arntz, A. (2014). Schematherapie. Fortschritte der Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Loose, C. & Graaf, P. (2014). Schematherapie mit Kindern. Video-Learning. Weinheim: Beltz.

Loose, C. Graaf, P. & Zarbock, G. (Hrsg.) (2013). Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Beltz.

Loose, C. Graaf, P. & Zarbock, G. (Hrsg.) (2015). Störungsspezifische Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Beltz.

Eckhard Roediger (2011). Praxis der Schematherapie. Lehrbuch zu Grundlagen, Modellen und Anwendung (2. vollständig      überarbeitete und erweiterte Aufl.). Schattauer.

Roediger, E. (2014). Wer A sagt … muss noch lange nicht B sagen. Lebensfallen und lästige Gewohnheiten hinter sich lassen.      München: Kösel.

Roediger, E. & Zarbock, G. (Hrsg.) (2014). Themenheft „Schematherapie“. Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin, 3.

Young, J.E., Klosko, J.S. & Weishaar, M.E. (2008). Schematherapie. Ein praxisorientiertes Handbuch. Paderborn: Junfermann.


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Vertiefungsseminare

Umgang mit Selbstschutzmodi im Kindes- und Jugendalter

Die Schematherapie (ST) nach J. E. Young bezieht als eine Ergänzung und
Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) besonders die Emotionen, aber auch entwicklungspsychologische Gesichtspunkte zentral in ihre diagnostischen und
therapeutischen Überlegungen mit ein. Darüber hinaus beruht Schematherapie auch auf
einem Modell der Grundbedürfnisse und „ihrer Schicksale“ im Lebensverlauf. Daher scheint die ST – im Sinne einer technischen und strategischen Variante der KVT – auch und vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendlichentherapie besonders geeignet, um
handlungsleitende, diagnostische und therapeutische Konzepte zu generieren.

In den insgesamt 16 Unterrichtseinheiten (UE) des Seminars werden seelische und
körperliche Grundbedürfnisse des Menschen beleuchtet und erarbeitet, wie sie bei
inadäquater Befriedigung zuerst zu unangenehmen Gefühlen führen (z.B. Ärger, Angst,
Trauer), dann als „Negative Emotionen“ interpretiert und bei Fortbestehen der
Bedürfnisfrustration schnell zu unerträglichem Spannungsgefühl bzw. zu „seelischen
Schmerzen“ führen können. Spannungsgefühle und/oder seelische Schmerzen lösen in der Folge dysfunktionalen Bewältigungsstrategien aus, unter anderem Selbstschutzmodi wie z.B. den distanzierten, dissoziativen, hyperaktiven, selbstberuhigenden/–stimulierenden, somatisierenden oder anklagenden Beschützer, die dann nicht ohne Weiteres aufgegeben werden können.

Inhalt des Seminars sind zunächst die Herleitung einer Fallkonzeption für das Kindes- und Jugendalter sowie die Darstellung eines Stufenplanes, der u. a. eine altersangemessene Psychoedukation mit Validierung des Schutzbedürfnisses, Demonstration von angemessenen und unangemessenen Schutzmaßnahmen sowie Stuhldialoge rund um Beschützermodi behinhaltet.

Adressaten: Teilnehmer, die bereits das „Kinder-Curriculum“ durchlaufen haben, mindestens aber einen zweitägigen Einführungs-WS in ST-KJE besucht haben.

Literaturempfehlungen:
Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen:
• Loose, C. & Graaf, P. (2014). Schematherapie mit Kindern. Video-Learning. Weinheim:
Beltz.
• Loose, C, Graaf, P, & Zarbock, G. (2013). Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen.
Weinheim: Beltz.
• Loose, C, Graaf, P, & Zarbock, G. (2015). Störungsspezifische Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Beltz.


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Einführung in die Gruppenschematherapie mit Jugendlichen

Dieser Workshop richtet sich an Schematherapeuten, die das klassische Modell der Einzelschematherapie auf das Gruppensetting mit Kindern adaptieren und / oder um dieses ergänzen wollen.
Besonders die Gruppe, als geschützter Übungs- und Übertragungsraum, bietet die Möglichkeit, in der Interaktion mit anderen Kindern die eigenen Modi auf spielerische Weise zu reflektieren und zu verändern. Gerade durch die Interaktion mit anderen Kindern können (maladaptive) Schemata aktiviert, erfahr- und bearbeitbar werden. Zudem agiert die Gruppe im Sinne der begrenzten Nachbeelterung als eine wohlwollende validierende „Familie“, in der die Kinder positive und korrigierende (Interaktions-)Erfahrungen sammeln können (Schemaheilung).
In dem Einführungsworkshop sollen Interventionen zum Modusbewusstsein und -management sowie emotionsfokussierte und erlebnisbasierte Übungen theoretisch besprochen und anschließend praktisch erprobt werden. Es soll zudem genügend Raum und Zeit zum Erfahrungsaustausch geben.


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Supervision

Videogestützte Supervision
ein wichtiger Bestandteil der Schematherapiefortbildung

Die grundlegende Fortbildung in Theorie und Praxis der Schematherapie erfolgt in den vier Workshops des Curriculums, die in den zentralen Übungseinheiten (Kleingruppenübungen) durch den ISST-zertifizierten Trainer engmaschig betreut werden.

In der anfänglichen Lernphase gehen jedoch oftmals wichtige Aspekte des schematherapeutischen Handelns schnell wieder durch mangelnde Übung verloren. Es ergeben sich Fragen, die sich unter Umständen beim Workshop noch gar nicht gestellt haben. Neben einer ersten Hilfe durch entsprechende Literaturrecherche und Lernen am Modell mittels Lehrvideos ist eine kontinuierliche, den Behandlungsverlauf begleitende Supervision daher von entscheidender Bedeutung zur Konsolidierung des Lernerfolgs. Falls eine persönliche videogestützte Supervision nicht im direkten Kontakt möglich sein sollte, kann diese durch vorherige Übermittlung des Videomaterials an den Supervisor auch mit Hilfe von Skype-Meetings erfolgen.

Schematherapeutische Supervision erfolgt überwiegend anhand von Ausschnitten der Videoaufnahmen eigener Schematherapiesitzungen, um die Anwendung der emotionsaktivierenden Techniken und die therapeutische Beziehungsgestaltung besser anleiten zu können. Die jeweiligen Fälle werden von der Diagnostik bzw. Probatorik bis zum Abschluss supervisorisch begleitet.

Die Supervision muss von einen advanced lizensierten schematherapeutischen Supervisor durchgeführt werden, wenn ein Zertifizierungswunsch besteht. Gruppensupervision wird entsprechend der Dauer und Teilnehmerzahl auf die Einzelsupervision umgerechnet.


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Selbsterfahrung

Schematherapeutische Selbsterfahrung
Zentrales Element der Fortbildung in Schematherapie

Während der schematherapeutischen Arbeit mit Patienten werden oft auch die eigenen Schemata und Modi von Therapeutinnen und Therapeuten aktiviert. Um diese eigene Schemaaktivierung zu erkennen, regulieren und im Schematherapieprozess für den Patienten gewinnbringend nutzen zu können, ist schematherapeutische Selbsterfahrung ein zentrales und hilfreiches Element in der Schematherapiefortbildung.

Am IFKV werden daher regelmäßig Gruppenselbsterfahrungsworkshops angeboten. Auf Wunsch können Sie ebenfalls Einzel- sowie Gruppenselbsterfahrungsstunden bei den Selbsterfahrungsleitern des IFKV nehmen.

Selbsterfahrung kann mit bis zu 3 Stunden auf die schematherapeutische Supervision angerechnet werden.


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Schematherapie-Supervisoren

40627 Düsseldorf
Loose, Christof

Dr. rer. nat. Christof Loose, Dipl.-Psych.
KJP, VT, Dozent, Supervisor, Selbsterfahrungsleiter,
Zertifizierter Schematherapeut (ISST) für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Mitbegründer der internationalen Arbeitsgruppe der ISST e.V. zur Entwicklung der Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen.

Gerresheimer Landstraße 129
40627 Düsseldorf
Tel.: 0211 59839270

60435 Frankfurt
Ferreira de Vasconcellos, Christian

Christian Ferreira de Vasconcellos, Dipl.-Psych.
PP mit Zusatzqualifikation Kinder/Jugendliche, VT, Dozent, Supervisor,
Selbsterfahrungsleiter, Advanced-zertifizierter Schematherapeut (ISST) für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

Engelthaler Str. 45
60435 Frankfurt am Main
Tel.: 069 87208381

71067 Sindelfingen
Brüderl, Leokadia

Dr. phil. Leokadia Brüderl,
Dipl.-Psych.
PP, KJP, VT, Dozentin, Supervisorin, Selbsterfahrungsleiterin,
Advanced-zertifizierte Schematherapeutin (ISST) für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

Schliffkopfweg 4
71067 Sindelfingen
Tel.: 07031 877728 (d)

Anmeldung und Bewerbung

  • Seminarort

    IFKV Bad Dürkheim,
    Supervision auch in Sindelfingen und Frankfurt am Main

  • Anmeldung

    Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und bestätigt. Die Rechnungsstellung mit definitiver Anmeldebestätigung erfolgt durch das IFKV, sobald die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist.

  • Information

    Alle Fort- und Weiterbildungen werden bei der LandesPsychotherapeutenKammer (LPK) Rheinland-Pfalz und der Bezirksärztekammer Pfalz zur Zertifizierung angemeldet.

Hinweis:

Für den Besuch der Basisworkshops 2, 3 und 4 sowie für den Besuch von Vertiefungsworkshops ist der Nachweis einer Teilnahme an einem Einführungsworkshop 1 oder einer anderen Einführung in die Schematherapie erforderlich, die im Einzelfall zu prüfen ist.

Rücktritt

Informationen zum Rücktritt

Nach Erhalt der definitiven Anmeldebestätigung kann ein Rücktritt nur erfolgen, wenn ein Teilnehmer über die Warteliste nachrückt. In diesem Fall sind 20 % Bearbeitungsgebühr fällig. Wenn der Platz nicht über die Warteliste nachbesetzt werden kann, ist bei einem Rücktritt die vollständige Gebühr des Workshops/der Workshops zu zahlen.

Referenten und Supervisoren

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<h4>Dr. phil. Leokadia Brüderl<br />Dipl.-Psych.

Dr. phil. Leokadia Brüderl
Dipl.-Psych.

PP, KJP, VT, Dozentin, Supervisorin, Selbsterfahrungsleiterin,
Advanced-zertifizierte Schematherapeutin (ISST) für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

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<h4>Christian Ferreira de Vasconcellos<br />Dipl.-Psych.

Christian Ferreira de Vasconcellos
Dipl.-Psych.

PP mit Zusatzqualifikation Kinder/Jugendliche, VT, Dozent, Supervisor, Selbsterfahrungsleiter, Advanced-zertifizierter Schematherapeut (ISST) für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

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<h4>Dr. rer. nat. Christof Loose<br />Dipl.-Psych.

Dr. rer. nat. Christof Loose
Dipl.-Psych.

KJP, VT, Dozent, Supervisor, Selbsterfahrungsleiter,
Zertifizierter Schematherapeut (ISST) für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Mitbegründer der internationalen Arbeitsgruppe der ISST e.V. zur Entwicklung der Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen.

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