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Therapie von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen

Inhalt:
Schätzungsweise 200.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an einer Schmerzstörung, etwa 500.000 Kinder und Jugendliche leiden erheblich unter chronischen Schmerzen. Nach einer umfangreichen organischen Abklärung erhalten viele dieser Kinder die Empfehlung für eine ambulante Psychotherapie. Neben einer erhöhten Angstsensitivität sowie erhöhten Körperaufmerksamkeit haben Kinder mit chronischen Schmerzen sowie ihre Eltern häufig eine ausgeprägte somatische Besorgnis. Deswegen stellt die therapeutische Behandlung von Kindern mit einer Schmerzstörung hohe Ansprüche an eine ambulante (und auch stationäre) Psychotherapie. Neben dem für die Therapie notwendigen medizinischen und wissenschaftlichen Background werden in dem Seminar einige der im Deutschen Kinderschmerzzentrum (DKSZ) entwickelten und evaluierten Strategien zur Verringerung der somatischen Fixierung von Kind und Eltern, systemische Interventionen zur Entkopplung von kindlichem und elterlichem Befinden sowie Übungen zur Verringerung der Körperselbstaufmerksamkeit vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in dem Seminar darauf, wie die das Vorgehen Neben der praxisnahen und verständlichen Vermittlung dieser Inhalte ist es erklärtes Ziel des Seminars, die Freude und besonderen Erfolgserlebnisse, welche die Arbeit mit diesen Kindern und Familien mit sich bringt, erfahrbar zu machen.

Lernziele:
1.) Diagnose-Ver(w)irrung Schmerz: Definition und biologische Hintergründe zu chronischen Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen
2.) Auflösen der somatischen Fixierung („Denk-Fallen“): Kennenlernen und Üben edukativer Interventionen zur Vermittlung eines biopsychosozialen Weltbilds
3.) Erlernen von Interventionen zur Verringerung der Körperaufmerksamkeit.
4.) „Wenn Liebe weh tut…!“ – Erlernen von hilfreichen systemischen Interventionen bei Familiensystemen mit chronisch schmerzkranken Kindern.

Methodisch-didaktisches Konzept:
Einsatz verschiedener didaktischer Methoden (Vortrag im Plenum, Rollenspiele, Gruppenarbeit)

Literatur:
a) Gibt es Literatur, die Sie vorbereitend empfehlen können?

Dobe, M & Zernikow, B. (2018). Rote Karte dem Schmerz. Wie Eltern und ihre Kinder aus dem Teufelskreis chronischer Schmerzen ausbrechen (5. Auflage). Heidelberg: Carl-Auer-Verlag.
Dobe, M & Zernikow, B (2019). Therapie von Schmerzstörungen im Kindes- und JugendalterEin Manual für Psychotherapeuten, Ärzte und Pflegekräfte (2. Auflage). Heidelberg, Berlin: Springer

b) Gibt es Literatur, die als Pensumlektüre von den Teilnehmern verpflichtend zu lesen ist?

Es ist hilfreich und für die praktische Vorbereitung sinnvoll, den Elternratgeber: Rote Karte für den Schmerz oder das Buch: Therapie von Schmerzstörungen im Kindes- und Jugendalter gelesen zu haben.

Anmeldung:
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und schriftlich bestätigt. Mit der Bestätigung erhalten Sie die Rechnungsstellung und weitere Informationen. Das Seminar findet bei einer Mindestanzahl von ca. 12 Teilnehmern statt.

Rücktritt:
Eine Erstattung der Gebühr kann bei Rücktritt nur mit einer Bearbeitungsgebühr von 20 % erfolgen, wenn der Platz weiter besetzt werden kann.

Leitung: Dr. rer. medic. Michael Dobe, Dipl.-Psych.
Termin: Freitag/Samstag, 24./25.05.2019,
Freitag, 10.00 – 17.00 Uhr, Samstag, 10.00 – 13.00 Uhr
Ort: IFKV,
67098 Bad Dürkheim
Kosten: 240 Euro
(inkl. Snacks und Getränke)
Fortbildungspunkte: 13
Teilnehmerzahl: 20 bis 22 Personen

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