Die Gebietsweiterbildung am IFKV

Das IFKV (Institut für Fort- und Weiterbildung in klinischer Verhaltenstherapie) wurde am 07.02.2024 als erste Weiterbildungsstätte (Gebiet Erwachsene/ Verhaltenstherapie) in RLP zugelassen. Das IFKV erhielt ebenfalls die Anerkennung als Weiterbildungsinstitut.

Das IFKV wurde bereits 1989 gegründet und verfügt damit über eine inzwischen 40-jährige Erfahrung in der Aus-, Fort und Weiterbildung auf der Basis einer stabilen Infrastruktur.

Diese Voraussetzungen können jetzt für das Angebot der „neuen“ Gebietsweiterbildung genutzt und weiterentwickelt werden, so dass das IFKV auch künftig für eine qualitativ hochwertige Weiterbildung angehender Fachpsychotherapeut*innen einen Beitrag leisten kann.

Alle Informationen auf einem Blick

Grundsätzlich erfolgt die Gebietsweiterbildung im Rahmen eines Arbeits- und Angestelltenverhältnisses bei der jeweiligen Weiterbildungsstätte.

Wir bieten ab September 2026 Weiterbildungsstellen im Gebiet Erwachsene für approbierte Psychotherapeut*innen an. Die Weiterbildung in der ambulanten Versorgung umfasst mind.  2 Jahre bei einer Vollzeitbeschäftigung. Im Verlauf dieser zwei Jahre wird gemeinsam entschieden, ob auch ein drittes Weiterbildungsjahr in der IFKV-Ambulanz absolviert werden kann.

Insgesamt können alle erforderlichen Module der ambulanten Weiterbildung gemäß der Weiterbildungsordnung der LPK RLP bei uns absolviert werden.

Ein Schwerpunkt der Anstellung an der IFKV-Weiterbildungsambulanz ist die psychotherapeutische Versorgung gesetzlich versicherter erwachsener Patient*innen mit einem breiten Diagnosespektrum im Bereich psychischer, psychosomatischer und psychiatrischer Erkrankungen. Die praktische Weiterbildung und Psychotherapie im Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie umfasst u.a. folgende Leistungen:

  • Erstkontakte mit Diagnostik, Indikationsstellung, Beratung
  • Einzeltherapie (Kurzzeit-, Langzeittherapie)
  • Gruppenpsychotherapie
  • Akutbehandlungen
  • Angehörigen-, Paargespräche
  • Routinemäßige Eingangsdiagnostik und Ergebnisevaluation bei allen Patient*innen mittels standardisierter psychometrischer Fragebogenverfahren.

Das Therapiekonzept folgt einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz und zur Anwendung kommen evidenzbasierte, an den jeweils aktuellen Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften orientierte Behandlungsmethoden. Neue Forschungserkenntnisse und aktuelle Therapiemethoden werden bei entsprechender Indikation und Wirksamkeit in den verhaltenstherapeutischen Gesamtbehandlungsplan integriert.

Supervision

Die praktische psychotherapeutische Tätigkeit wird durch eine regelmäßige Supervision gemäß der Weiterbildungsordnung begleitet.

Fachliche Anleitung

Eine kontinuierliche fachliche Anleitung und Betreuung durch die Weiterbildungsbefugten (WBB) wird u.a. durch wöchentliche Fallkonferenzen, Teamsitzungen und regelmäßige Einzelgespräche/-beratungen gewährleistet.

Parallel zur praktischen Behandlungstätigkeit erfolgt eine kontinuierliche Theorievermittlung basierend auf den definierten Bereichen des Gegenstandskataloges. Jedes Weiterbildungsjahr umfasst ca.100-120 Theorieeinheiten (im ersten Jahr mehr Einheiten), die über ein Weiterbildungscurriculum systematisiert und gegliedert sind.

Konzept des Weiterbildungscurriculums:

Das Curriculum umfasst u.a.:

Expert*innen-Seminare zu spezifischen Themen im Bereich:

  • Störungsspezifische Diagnostik und Behandlung
  • Störungsübergreifende/ transdiagnostische Methoden und Inhalte
  • Spezifische Interventionen, Therapiemethoden
  • Gruppentherapie u.a.

Prozessorientierte Theorievermittlung durch die WBB, die auf den individuellen Bedarf und die aktuellen Behandlungsfälle abgestimmt wird.

Das didaktische Vorgehen basiert auf dem Zusammenwirken von:

  • Theorievermittlung (Expert*innen-Seminare/ prozessorientierte Theorievermittlung)
  • Verknüpfung von Theorie und individueller praktischer Anwendung im Rahmen:
    – der Supervisionen und Fallkonferenzen
    – der Fachaufsicht und Anleitung durch die WBB
  • Strukturierte Selbstlern- und Übungseinheiten (im Einzel-, Kleingruppensetting)

mit Monitoring durch die WBB

Die kooperierenden Dozent*innen und lehrenden Weiterbildungsbefugten verfügen über eine langjährige Praxiserfahrung und über eine hohe praktische und theoretische Fachexpertise in den zu vermittelnden Themengebieten.

Für das Angebot der Selbsterfahrung (SE) kooperieren wir mit in diesem Bereich langjährig erfahrenen externen SE-Leiter*innen. In erster Linie erfolgt die Selbsterfahrung  in halboffenen SE-Gruppen, in denen die nach der WBO erforderliche Anzahl an SE-Einheiten absolviert wird.

Zur Weiterbildungsstätte gehört ein technisch und personell voll ausgestattetes Sekretariat mit Patientenempfang.

Den Psychotherapeut*innen in Weiterbildung stehen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:

Behandlungsräume, Büro-/Meetingräume, Räumlichkeiten für Theorieveranstaltungen, Bibliothek und eine Tee-Küche.
Sämtliche Therapieräume sind mit PCs, WLAN-Zugang und Kamera-Videotechnik für Videoaufzeichnungen der Sitzungen
und Videosprechstunden ausgestattet. Separate verschließbare Aktenschränke und Drucker stehen zur Verfügung.

Informationen zur Finanzierung der Weiterbildung und der entsprechenden Vergütung der Weiterbildungsstellen finden Sie  z.B. auf  der Homepage des Deutschen Fachverbandes für Verhaltenstherapie Weiterbildung – Deutscher Fachverband für Verhaltenstherapie e.V..