Transidentität/Geschlechtsdysporie im Kindes- und Jugendalter

Inhalt:

Die Zahl der Vorstellungen transidenter Kinder und Jugendlicher in psychiatrischen/psychotherapeutischen Einrichtungen ist in den letzten Jahren weltweit stark gestiegen. Gemeinsam ist den Kindern und Jugendlichen das Inkongruenzerleben zwischen ihrem Zuweisungsgeschlecht und ihrem Identitätsgeschlecht. Diese Inkongruenz kann zu einem erheblichen Leiden (Geschlechtsdysphorie) führen und ist möglicherweise der Beginn eines langen Transitionsprozesses.

Die Veranstaltung wird einen Überblick über die Lebenssituation transidenter Kinder und Jugendliche und die Behandlungsmöglichkeiten geben. Dabei wird sowohl auf empirische Befunde als auch Praxisbeispiele zurückgegriffen. Thematisiert werden u.a. Begrifflichkeiten, Aspekte der sozialen Transition (bspw. Coming-out Situationen), medizinische Behandlungsoptionen (bspw. endokrinologische Therapien, chirurgische Behandlungsformen) und auch das Transsexuellengesetz. Hierbei wird immer die Rolle des Psychotherapeuten zentrales Anliegen bleiben.

Neben den Möglichkeiten in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen soll auch die Beschäftigung mit den Bezugspersonen Teil der Fortbildung werden.

Inhalt werden außerdem der fachliche Diskurs, bspw. im Rahmen der Formulierung der neuen S3-Leitline (geplante Veröffentlichung Ende 2020) und die eigene psychotherapeutische Haltung zur Thematik.

Literatur:

Günther, M., Teren, K., Wolf, G. (2019). Psychotherapeutische Arbeit mit trans*Personen. Handbuch für die Gesundheitsversorgung. München: Ernst Reinhardt Verlag.

Preuss, W.F. (2019). Geschlechtsdysphorie, Transidentität und Transsexualität im Kindes- und Jugendalter. München: Ernst Reinhardt Verlag.

Anmeldung:
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und schriftlich bestätigt. Mit der Bestätigung erhalten Sie die Rechnungsstellung und weitere Informationen. Das Seminar findet bei einer Mindestanzahl von ca. 12 Teilnehmern statt.

Rücktritt:
Eine Erstattung der Gebühr kann bei Rücktritt nur mit einer Bearbeitungsgebühr von 20 % erfolgen, wenn der Platz weiter besetzt werden kann.

Leitung: Matthias Gallei, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (VT), tätig in der
stationären Jugendhilfe und in eigener Praxis (Ermächtigung für Kinder und Jugendliche mit transidenter
Entwicklung).
Termin: Samstag, 28.11.2020, 10.00 – 17.00 Uhr
Ort: IFKV, U5, am Standort der neuen IFKV-Institutsambulanz auf dem Campus des Ev. Krankenhauses, Dr.-Kaufmann-Str. 2, 67098 Bad Dürkheim
Kosten: 180 Euro (inkl. Snacks und Getränke)
Teilnehmerzahl: 20 – 21 Personen

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