BEZUGSPFLEGE/­COTHERAPIE
FÜR ERWACHSENE (CURRICULUM)


Ziele der Weiterbildung

  • Verhaltenstherapeutische Basis- und psychotherapeutische Assistenz-Kompetenz
  • Kenntnis von Störungsbildern
  • Therapiemethoden
  • Interaktionelle Fertigkeiten

Mentorin der Weiterbildung

Ingrid Jäger-Lieb

Organisation/ Ansprechpartnerin

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<h4>Christine Hornberger

Christine Hornberger

Leitung Institutssekretariat/
Buchhaltung

Weiterbildungsgang „Verhaltenstherapeutische Bezugspflege/Cotherapie“

Was ist Cotherapie?

Was ist Cotherapie – Die Beziehungen der Cotherapie
Cotherapie in der Triade zwischen Patient und Therapeut

Rollen und Rollenkonflikte in der Triade: Cotherapie als Umsetzung therapeutischer Instruktionen; Cotherapie als Vermittler zwischen Therapeut und Patient; Cotherapie als Begleitung des Patienten in der Therapie; Konfliktformen der Triade (Triangulationen; Der Cotherapeut als Sandwich; Offene oder heimliche Parteinahmen versus Entwicklung der eigenen Autonomie mit eigenen persönlichen und fachlichen Ressourcen).

Cotherapie in der Dyade: Die Beziehung zum Patienten

Die Rolle des Cotherapeuten als Therapeut im Veränderungsprozess.

Wirkvariablen therapeutischer Beziehungen – z.B. Anpassung und Führung; Problemstrukturierung; Problem- und Zielanalyse in der therapeutischen Beziehung; Vermittlung von Zuversicht und Kontrollattribution.

Widerstand und Widerstandsanalyse, spezifische und unspezifische Wirkfaktoren der therapeutischen Beziehung (z.B. der Vermittlung plausibler Erklärungskonzepte für Störungen).

Grundvariablen therapeutischer Beziehungen (z.B.: nach Rogers: Wärme, Echtheit, Empathie).

Grundprinzipien der Gesprächsführung

I. Einführung und Training der klassischen Gesprächsvariablen nach Rogers (Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte; Vermittlung von Empathie; Echtheit und Klarheit).

II. Verhaltenstherapeutische Gesprächsprinzipien (Konkretheit; Zielorientierung; Formen der Gesprächsstrukturierung u.a.).

III. Training der genannten Variablen im Rollenspiel und Videofeedback.

Was ist Verhaltenstherapie?

Was ist Verhaltenstherapie?
VT als Denkansatz

Entwicklungsgeschichte der VT

Entwicklung der Lerntheorie – Grundaussagen der Lerntheorie

Grundannahmen der VT: Zielorientierung; Veränderungen in kleinen Schritten; Analyse des individuellen Verhaltens; Störungen und Krankheiten als gelerntes und verlernbares Verhalten.

Ursprüngliche Ablehnung und spätere Wiedereinführung von Kognitionen in den therapeutischen Prozess: Kognitive Wende.

Grundmerkmale kognitiver Verhaltenstherapie.

Neuere Entwicklungen in der Verhaltenstherapie (z.B. Integration systemischer Perspektiven; Neue Formen der Gruppentherapie; Psychoedukative Verfahren, Integration von Hypnose usw.)

Was tun Verhaltenstherapeuten:

Grundformen der Interventionen:

Respondente Verfahren

Operante Verfahren

Modell-Lernen

Grundformen kognitiver Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapeutische Modelle des Veränderungsprozesses (z.B. 7-Stufenmodell von Kanfer).

Prinzipien verhaltenstherapeutischer Gruppentherapie: Instrumentelle Gruppenbedingungen und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung (Kohäsion; Arbeitshaltung; Vertrauen).

Was behandelt VT: Krankheitsbilder – Erklärungsansätze – Behandlung

Dargestellt wird für jedes der folgenden Krankheitsbilder:

a) Phänomenologie

b) Erklärungsmodelle der Entwicklung der Störung

c) Erklärungsmodelle der Aufrechterhaltung der Störung

d) Verhaltenstherapeutische Behandlungsformen der jeweiligen Krankheit

Behandelte Krankheitsbilder:

1) Ängste/Phobien/Zwänge (Agoraphobie, Panikattacken, cardiovaskuläres angstbesetztes Syndrom; diverse Formen von Zwangserkrankungen wie Kontrollzwang, Waschzwang, Grübelzwang)

2) Depression

3) Psychosomatische und funktionelle Störungen

4) Abhängigkeiten (Schwerpunkt stoffbezogene Abhängigkeit sowie stoffungebundene Süchte und pathologisches Spielen)

5) Psychotische Erkrankungen

6) Persönlichkeitsstörungen

7) Ess-Störungen (Bulimie, Anorexie)

8) Partnerstörungen

9) Bei Bedarf der Teilnehmer ggf. andere Störungen

Ziele und Inhalte der Weiterbildung

Ziele der Weiterbildung

  • Verhaltenstherapeutische Basis- und psychotherapeutische Assistenz-Kompetenz
  • Kenntnis von Störungsbildern
  • Therapiemethoden
  • Interaktionelle Fertigkeiten

Inhalte der Weiterbildung

  • Störungs- und Krankheitsbilder bei der Behandlung von Erwachsenen, wie z. B. Somatoforme Störungen, Suchtstörungen, Ängste, Zwänge, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Depressionen
  • DBT (Dialektisch-Behaviorale-Therapie) bei Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörungen
  • Grundlagen der Verhaltenstherapie
  • Verhaltenstherapeutische Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung
    VT-Techniken (Krisenintervention, stützendes Gespräch, Konfrontation und Provokation, Durchführung von Expositionsmaßnahmen)
  • Entspannungstraining, Gruppentherapie und Gruppenführung
  • Schematherapie
  • Traumatherapie

Fallarbeit

In diesen Einheiten haben die Teilnehmer die Möglichkeit, schwierige Situationen in der direkten Interaktion mit dem Patienten oder in der Triade zwischen Patient und Therapeut vorzustellen und mit der Gruppe und dem Leiter der Veranstaltung im Hinblick auf folgende Aspekte zu erörtern:

  • Entstehung der Schwierigkeiten.
  • Grundmuster der jeweiligen problematischen Beziehung.
  • Reflexion des Eigenanteiles an der Entstehung der problematischen Situation.
  • Entwicklung von interaktiven oder technikorientierten Lösungen.

Selbsterfahrung

Diese Einheit orientiert sich selbstverständlich am Prozess der Ausbildungsgruppe. Bestandteile eines solchen Prozesses sind unabhängig von ihrer zeitlichen Reihenfolge:

  • Bildung der Gruppe und der Gruppenrollen – Reflexionen dieses Prozesses.
  • Analyse der und Verständnis für die Wahl des cotherapeutischen Berufes.
  • Psychohygienische Maßnahmen zur Verhinderung von Burnout.
  • Umgang mit Widerstand.
  • Die Beziehung zum Therapeuten: Unterwürfigkeit? Konkurrenz? Gegenseitiger Respekt? Förderung von Selbstverantwortung und Autonomie bei Cotherapeuten.
  •  Bevorzugte und vermiedene Rollen in Einzelkontakten, in der Triade und in Gruppen.
  • Macht und Ohnmacht: Von den Möglichkeiten und den Grenzen cotherapeutischer Arbeit.

Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen

Sie sind

  • z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Ergotherapeut/-in, Altenpfleger/-in, Arzthelferin/Medizinische Fachangestellte oder in anderen Pflegeberufen bzw. medizinisch therapeutischen Assistenzberufen tätig und wollen sich für den psychotherapeutischen Bereich weiterqualifizieren oder mit der Weiterbildung zum/zur Cotherapeut/in ein neues Feld beschreiten.
  • bereits cotherapeutisch tätig und wollen Ihre Kenntnisse vertiefen und durch ein Zertifikat bestätigen lassen.
  • bisher noch nicht im pflegerischen Bereich tätig und wollen sich mit der Weiterbildung zum/zur Cotherapeut/-in neu orientieren.
  • Ergotherapeut/-in

Kosten

Kosten

Die Gebühren richten sich nach der jeweils gültigen Gebührenordnung. Nach der aktuellen Gebührenordnung setzen sich die Gebühren wie folgt zusammen:

– Wir akzeptieren Prämiengutscheine –

Die Gebühren sind wie folgt zahlbar:

Die einmalige Bearbeitungsgebühr wird fällig bei Vertragsgegenzeichnung durch das IFKV. Die Veranstaltungsgebühren sind jeweils vor den einzelnen Veranstaltungsblöcken zahlbar, d. h. in 11 Ratenzahlungen. Andere Zahlungsweisen sind möglich.

Dauer und Abschluss

Dauer und Abschluss

Die Dauer der Weiterbildung umfasst ca. 2 Jahre. Sie findet in Form von Blockseminaren
statt. Über eine eventuelle Anerkennung von Veranstaltungen, die nicht im Rahmen der
IFKV-Weiterbildung absolviert wurden, entscheidet auf Antrag der Weiterbildungsausschuss
des IFKV. Der Abschluss der Weiterbildung wird durch die Prüfungsordnung festgelegt

Gasthörer

An den Veranstaltungen können auch Interessierte der genannten Berufsgruppen oder
auf entsprechenden Antrag Angehörige anderer Berufsgruppen als Gasthörer teilnehmen. Anfallende
Gebühren sind vor Teilnahme zu entrichten. Die Teilnahme wird vom Institut
bestätigt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kurspläne

Weiterbildungsgang „Verhaltenstherapeutische Bezugspflege/Cotherapie – Schwerpunkt Erwachsene“

 Kurs 28 (Beginn: Februar 2018, Ende: September 2019)

Prüfungs- und Weiterbildungsordnung

Hier können Sie unsere
Prüfungsordnung und
Weiterbildungsordnung herunterladen.

Anmeldung und Bewerbung

  • Beginn der Co-Therapeutischen Ausbildung

    Achtung! Der Kurs im Februar 2019 wurde abgesagt!

  • Anmeldungen:

    Bisher ist noch kein weiterer Kurs geplant.

Das sagen unsere Kursteilnehmer:

„Die Weiterbildung kann ich nur jedem weiterempfehlen. Man profitiert sowohl beruflich als auch im privaten Bereich.“

„Hochinteressante, an Klinikalltag orientierte Weiterbildung mit motivierten, spannenden Dozenten, bei der der Selbsterfahrungsanteil innerhalb der klinischen Arbeit einen wesentlichen und bedeutungsvollen Anteil hat.“

„Mein Rollenverständnis meiner Position im Team und im Umgang mit meinen Patienten hat eine Veränderung erlebt. Ich bin mir meiner Rolle viel bewusster und der damit verbundenen Stärken und Schwächen.“

„Die Weiterbildung war für mich persönlich und für meine Arbeit sehr bereichernd.“

„Ich konnte auf fachlich sehr hohem Niveau alle relevanten Inhalte für meine Arbeit mitnehmen – damit fühle ich mich im zukünftigen Handeln gestärkt. Danke!“

„Sehr gute Weiterbildung – persönlich und beruflich“ Vermittelte Inhalte sind praxisnah und können in die eigene Arbeit transferiert werden!“

„Die Weiterbildung zur Co-Therapeutin hat mich sowohl persönlich als auch beruflich sehr bereichert. Die hohe Kompetenz der Dozenten beeindruckt mich sehr.“

„Nur zu empfehlen!
Man kann sowohl privat als auch persönlich sehr davon profitieren!“

„Die Weiterbildung zum Cotherapeuten VT kann ich sehr gut in dem „Bezugspflege-Setting“ meiner Klinik umsetzen, sie schafft eine fundierte Grundlage für die Arbeit. In Kombination mit der Selbsterfahrung habe ich mich in den zwei Jahren auch persönlich weiterentwickeln können.Fazit: Einfach nur gut!“

„Die Informationen, praktische Beispiele und vor allem
die Selbsterfahrung geben Sicherheit und fördern Empathie.“

„Um professionelles Fachwissen zielführend anwenden zu können, ist die Selbsterfahrung eine wesentliche Voraussetzung!“

„Die Weiterbildung vermittelt theoretische Grundlagen.
Die Selbsterfahrung ist wichtige Grundlage zur professionellen Arbeit im psychiatrischen Bereich.“

„Weiterbildung durch kompetentes Fachwissen!“

„Sehr schöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Ich möchte mich deshalb bei allen Beteiligten für die schöne Zeit bedanken.
Auch Dank an die beste Gruppe aller Zeiten!“

„Die Weiterbildung war für mich fachlich und persönlich ein voller Erfolg und hat mich durchweg positiv beeinflusst.“

„Sehr Inforeich. Nette Betreuung. Man fühlt sich sofort wie zu Hause.“

„Es ist es wert! Tolle Weiterbildung! Hilfreich für Job und privat!“

„Fachliche Kompetenz der Dozenten ist top. Organisation in jeder Beziehung top :-)“

„Sehr gut organisierte, fachlich fundierte Weiterbildung mit toller Betreuung von Leib + Seele. Persönliche Entwicklung inclusive.“

„Die Weiterbildungsinhalte werden von hochmotivierten, fachlich sehr kompetenten Dozenten praxisnah vermittelt.“

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