Interaktionelle Fallarbeit

Die Interaktionelle Fallarbeit (IFA) stellt ebenfalls traditionell einen Bestandteil der Therapieweiterbildung dar. Ursprünglich leitet sie sich von der Balintgruppe in den psychodynamischen Verfahren ab. In der Interaktionellen Fallarbeit liegt der Fokus auf der Fallvorstellung, bei der Patienten und therapeutische Interventionen, Techniken oder Strategien vorgestellt werden. Die Gestaltung der Beziehung bildet dabei einen wesentlichen Punkt, hier werden bei der Bearbeitung persönliche (selbsterfahrungsbezogene) Anteile des Therapeuten einbezogen, sowie Setting- und Kontextvariablen. Es werden aber auch Therapiemethoden und Prozessvariablen in die Fallarbeit einbezogen. Die IFA hat damit die wechselnden Schwerpunkte des Patientenbezugs, des Therapeutenbezugs und des Kontextbezugs, die sich abwechselnd um die Gestaltung der Problemlösung bei der Behandlung von Patienten drehen.

Die IFA findet im geschützten Gruppensetting unter Schweigepflicht statt.